Mehr Reichweite mit Corporate Influencer Programmen - so gehts!

In diesem 8 Schritte Leitfaden führen wir Sie durch alle wichtigen Punkte, die Sie brauchen um ein erfolgreiches Corporate Influencer Programm in ihrem Unternehmen zu etablieren.

Dass Mitarbeitende maßgeblich zur Wahrnehmung eines Unternehmens in der Öffentlichkeit beitragen und als «Markenbotschafter» gegenüber Kund:innen und Kolleg:innen zu mehr Sichtbarkeit verhelfen können, ist kein Geheimnis.

Sie können zudem wertvolle Impulse für den Vertrieb und das Recruiting setzen und haben sich über die letzten Jahre zu einem festen Bestandteil in der Marketingkommunikation vieler B2C- wie B2B-Firmen etabliert.


Wie aber startet man ein ebenso authentisches wie erfolgreiches Corporate Influencer Programm?


Denn was simpel klingt, ist alles andere als eine einfache und schnelle Kommunikationsmaßnahme.


👉 Das Fundament bilden motivierte Mitarbeiter:innen, die sich gerne als Expert:innen zu ihren Themen mit der Community austauschen, sowohl on- als auch offline.


Dabei geht es nicht darum, die Unternehmensbotschaften mit dem eigene Netzwerk einfach nur zu teilen, sondern dieses zu begeistern und über die persönliche Expertise und Erfahrung zu berichten.


👉 Weil Menschen eher Menschen folgen als Marken, wirkt auch die Social-Media-Kommunikation auf diesem Weg erfolgreicher, als über Corporate Social-Media-Kanäle.

Wie können Companies also ihre Crew an internen Influencern erfolgreich an Board holen und einen erfolgreichen Kurs einschlagen, um gemeinsame Kommunikations- und Unternehmensziele zu erreichen?

Schritt 1: Legen Sie Ziele und KPIs für Ihr Corporate Influencer Programm fest


Einer der wichtigsten Motivatoren für Mitarbeitende, positiv über ihr Unternehmen zu berichten, ist die interne Kommunikation. Während einige sich schon mitteilen, sind sich andere noch unsicher, worüber sie reden sollen und v.a. mit welchem Mehrwert für das Unternehmen.

Durch die Festlegung von Kommunikationszielen und deren Bekanntgabe werden Unklarheiten beseitigt. Schulungen über die Messbarkeit von Fortschritten und die Interpretation von Kennzahlen für LinkedIn, geben Sicherheit.


Ziele für den Einsatz von Corporate Influencern sind z.B.:

  • Mehr Leads zu gewinnen

  • Talente zu rekrutieren

  • Bekanntheitsgrad ihrer Marke zu steigern

  • Employer Branding verbessern


Wichtige KPIs für Corporate Influencer Programme sind:

  • 👉 Top-Beitragende: Welche Personen oder Teams teilen am meisten? Welche Mitarbeiter:innen erzeugen das meiste Engagement?


  • 👉 Organische Reichweite: Wie viele Menschen sehen die Inhalte, die durch Ihre Mitarbeiterfürsprecher:innen geteilt werden?


  • 👉 Engagement: Klicken die Leute auf Links, hinterlassen sie Kommentare und teilen sie die Inhalte Ihrer Fürsprecher:innen weiter?


  • 👉 Traffic: Wie viel Traffic hat der von den Mitarbeiterfürsprecher:innen geteilte Inhalt auf Ihre Website gebracht?


  • 👉 Share of Voice: Wie hat sich Ihre Advocacy-Kampagne auf die allgemeine Bewertung Ihrer Marke auf LinkedIn ausgewirkt?


Achten Sie auch darauf die Erwähnungen Ihres Unternehmens-Hashtags zu erfassen. Wenn Sie Ihren Mitarbeitenden einen Hashtag für die Kommunikation zur Verfügung stellen, kann dieser den Recruiting-Prozess unterstützen, das Markenbewusstseins stärken und sich allgemein auf die Unternehmenskultur positiv auswirken.


Schritt 2: Schaffen Sie eine positive und engagierte Arbeitsplatzkultur


Aus zufriedenen Mitarbeitenden werden engagierte Unternehmensfürsprecher:innen. «Spreading the news» fällt denjenigen an Board leichter, die sich am Arbeitsplatz wohlfühlen. Und wer für das Absenden seiner Botschaften auch noch belohnt wird, der wird der Kommunikation nicht müde. (Ideen für Belohnungen werden wir im letzten Schritt behandeln!)


Die beiden wichtigsten Faktoren, die Mitarbeitende dazu bewegen, sich für ein Unternehmen auf LinkedIn zu äussern sind:


  • 👉 Eine positive Beziehung zum Unternehmen

  • 👉 Eine klare interne Kommunikation


Die wichtigsten Faktoren, die das Kommunikations-Engagement beeinflussen, sind:

  • Sinnhaftigkeit (für die eigene Rolle und das Unternehmen im Allgemeinen)

  • Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten

  • Fürsorgliches Management

  • Stärken-orientierte Beurteilungen

  • Kontinuierliches Feedback das ganze Jahr über


Es gibt ganze Bücher über die Schaffung großartiger Arbeitsplatzkulturen, die viel detaillierter sind, als wir hier in ein paar Absätzen wiedergeben können.


Schritt 3: Bestimmen Sie die «Treiber» ihres Corporate Influencer Programms


«Practice what you preach!» Als Führungskraft ist es wichtig, mit bestem Beispiel voranzugehen und das Team somit von der Wichtigkeit und Wirksamkeit des Programms zu überzeugen.


Auch wenn der Führungskreis als Leitung des Programms naheliegt, ist er in der Regel nicht der wirklichen Treiber Ihres Corporate Influencer Programms.

Statt nach Titel oder Rang auszuwählen, sollten Sie Ihr Augenmerk darauf legen, wer LinkedIn auf natürliche Weise nutzt:


  • 👉 Wer entwickelt seine eigene Marke mithilfe sozialer Medien?

  • 👉 Wer teilt auf natürliche Weise Brancheninhalte?

  • 👉 Wer ist begeistert von Ihrer Branche und Ihrem Unternehmen?

  • 👉 Wer ist das öffentliche Gesicht Ihres Unternehmens, entweder in seiner Rolle (Rednerverpflichtungen, PR usw.) oder in der Anzahl der Verbindungen in den sozialen Medien?


👉 Geben Sie diesen Personen die Möglichkeit mitzugestalten!


Beziehen Sie sie in die Definition der LinkedIn Kommunikation, die Festlegung von Zielen und die Schaffung von Anreizen zum Teilen mit ein. Sie werden Ihnen dabei helfen, herauszufinden, welche Tools und Ressourcen Ihre Mitarbeitenden am ehesten nutzen und weitergeben werden.


Arbeiten Sie dann mit den internen Verantwortlichen zusammen, um potenzielle Beta-Tester zu finden, bevor Sie Ihr Programm unternehmensweit implementieren. Sie können Ihnen dann bei der Entwicklung Ihrer Strategie helfen und Ihnen ehrliches Feedback geben.

Bei Einführung Ihres Programms werden Sie vielleicht einen ersten Ansturm von Interessierten erleben, aber ohne eine effektive interne Führung, wird diese Begeisterung im Laufe der Zeit verebben.


Führungskräfte, die sich für die Belange Ihrer Mitarbeitenden einsetzen, sorgen dafür, dass auch die LinkedIn Kommunikation ein beständiger Schwerpunkt bleibt.

Schritt 4: Leitfaden für Mitarbeiterkommunikation auf LinkedIn erstellen


Die Mitarbeitenden müssen nicht nur wissen, was inhaltlich ihre Botschaft ist, sondern auch, wie sie sie am besten vermitteln.

  • 👉 Welche Art von Sprache sollten sie verwenden? (Wording)

  • 👉 Wie oft sollten sie posten? (Postingfrequenz)

  • 👉 Wie sollten sie auf Kommentare reagieren? (Antwortverhalten)


Sie benötigen folgende 2 Leitfäden:

  • 👉 Richtlinien für soziale Medieninhalte: Eine Liste der "Do's and Dont´s", in der steht, was die Mitarbeitenden teilen und welche Themen sie vermeiden sollten (z. B. Politik usw.), welche Antworten sie auf häufige Fragen geben können (FAQ) und mehr.


  • 👉 Stilrichtlinien für die Markenkommunikation auf LinkedIn : Dies ist der visuelle Leitfaden, einschließlich der Verwendung des Firmenlogos, eindeutiger Begriffe oder Schreibweisen, die Ihr Unternehmen nutzt, zu verwendende Hashtags und vieles mehr.


Richtlinien, insbesondere inhaltliche, sind nicht dazu gedacht, Ihre Mitarbeitenden zu kontrollieren. Sie wollen keine umfangreiche «Verbotsliste» erstellen, so dass die Mitarbeitenden sich nicht trauen, überhaupt etwas zu teilen, aus Angst, ihren Job zu verlieren.


Mit sorgfältig ausgearbeiteten Richtlinien, die klar festlegen, was verboten ist, und gleichzeitig authentische Äußerungen zulassen, beseitigen Sie diese Angst.

Klare Richtlinien tragen auch dazu bei, Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Während z. B. die Vermeidung von vulgärer oder respektloser Sprache oder die Weitergabe vertraulicher Informationen selbstverständlich sind, bedürfen andere Punkte der Unterstützung durch die Rechtsabteilung.


Stellen Sie sicher, dass Ihre Guidlines gut zu befolgen sind. Reine Textdokumente in einem ausschweifenden Umfang schrecken ab., Fügen Sie visuelle Beispiele und Empfehlungen hinzu, was, wo und wie weitergegeben werden soll. Geben Sie auch die Kontaktdaten des Corporate Influencer Verantwortlichen an, damit die Mitarbeitenden wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie zusätzliche Hilfe benötigen.

Schritt 5: Beziehen Sie Ihre Mitarbeitenden in Ihre LinkedIn Strategie ein


Sobald Sie Ziele und Leitlinien festgelegt haben, ist es an der Zeit, die Mitarbeitenden einzubeziehen. Informieren Sie sie über Ihr Corporate Influencer Programm und die nächsten Schritte.


Natürlich sollten Sie Ihre Mitarbeitenden niemals dazu drängen, Markeninhalte auf ihren persönlichen Kanälen zu teilen. Das ist kein guter Ansatz, um Vertrauen zu schaffen. (Und denken Sie daran, dass Vertrauen eine entscheidende Komponente ist, damit Mitarbeitende zu Fürsprechern werden).


Beteiligen Sie stattdessen Ihre Mitarbeitenden bei der Planung der Inhalte. Präsentieren Sie ihnen Ihre aktuelle LinkedIn Strategie und bitten Sie um Feedback, welche Arten von Inhalten in ihren Augen die Unternehmenskultur widerspiegeln oder zu den Zielen Ihres Corporate Influencer Programms passen würden.

Mögliche Inhalte zum Teilen sind zum Beispiel:


  • 👉 Interne Ankündigungen

  • 👉 Produktankündigungen

  • 👉 Teamevents

  • 👉 Externe Veranstaltungen (Messen etc.)

  • 👉 Personalbeschaffung (Stellenausschreibungen etc.)



Schritt 6: LinkedIn Trainings und »Learning-Journeys» als Support


Da die LinkedIn Kommunikation für viele Mitarbeitende komplett neu ist, sind umfassende Trainings sinnvoll und sollten Inhalte zu folgenden Bereichen beinhalten:


  • ✔️ LinkedIn Profil aufbauen und optimieren

  • ✔️ Content erstellen (Rhetorik Toolkit etc.)

  • ✔️ Netzwerk erweitern

  • ✔️ Tools und Arbeitsroutinen integrieren


Modular aufgebaut können diese Learning Journeys zwischen 8 und 12 Wochen dauern und die Mitarbeitenden dabei begleiten, langfristig eine gelungene authentische LinkedIn Kommunikation zu erstellen.


👉Corporate Influencer Trainingsprogramme gibt es zum Beispiel hier: 👈


Schritt 7: Erstellen und teilen Sie Inhalte, die Ihre Mitarbeitenden verbreiten können


Was ist der weiterer Schlüssel, um Ihre Mitarbeitenden zum Teilen zu bewegen?

Stellen Sie ihnen die Inhalte zur Verfügung, die sie benötigen, um:


  • 👉 ihre Arbeit zu erleichtern oder

  • 👉 sich als Branchenexperten zu positionieren


Bringen Sie von Ihren Mitarbeitenden in Erfahrung, welche Fragen Kunden stellen. So werden scheinbar belanglose Frage bzw. Antworten darauf als Kundenneed erkannt und es können passende Inhalte dazu produziert werden.


Fragen Sie Ihre Mitarbeitenden, ob sie bestimmte Ressourcen für ihre tägliche Arbeit benötigen:

  • Eine einseitige Anleitung für die ersten Schritte?

  • Ein einminütiger Video-Walkthrough?

  • Kurze, 15-sekündige Video-Beiträge, die jede Woche eine neue Produktfunktion oder einen neuen Hack vorstellen?


Ihre Mitarbeitenden sind nah dran am Kunden und können den Need am besten erkennen.

  • 👉 Unterstützen Sie mit passenden Inhalten, um das Teilen einfach zu machen.

  • 👉 Erstellen und aktualisieren Sie regelmäßig eine Inhaltsbibliothek, um Ihren Mitarbeitenden die Auffindbarkeit zu erleichtern.


Vorab genehmigte Inhalte eignen sich gut für die schnelle Weitergabe, aber lassen Sie Ihren Mitarbeitenden auch die Freiheit, ihre eigenen Bildunterschriften zu erstellen.

Vergessen Sie nie die Kraft einer persönlichen Nachricht!


Wenn sie ihre eigenen, einzigartigen Inhalte erstellen, werden sie in ihrem LinkedIn Netzwerk wesentlich mehr Anklang finden. Das ist wichtig, weil Ihre Mitarbeitenden ihr Netzwerk besser kennen als sie.


Auch hier kommt es darauf an, eine Kultur zu schaffen, die Ihre Mitarbeitenden zum Teilen anregt.


Schritt 8: Belohnen Sie Ihre Mitarbeitenden für ihr Engagement


Da Sie von Ihren Mitarbeitenden etwas verlangen, ist es nur fair, ihnen dafür auch etwas zu bieten. Klären Sie Ihre Mitarbeitenden über die Vorteile auf, die sich für sie ergeben, z. B. die Erhöhung ihrer Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit als Expert:innen.


Auch interne Linkedin Trainings sind eine langfristige Investition, die ihre Mitarbeitenden kostenfrei geniessen.


Eine weitere Möglichkeit, Engagement zu belohnen, besteht darin, einen Wettbewerb zu erstellen. Richten Sie beispielsweise einen Hashtag ein, um eine bestimmte Mitarbeiterkampagne zu fördern. Erstellen Sie dann eine Rangliste, um zu zeigen, wer die meisten Eindrücke oder das meiste Engagement für den Hashtag erhält.


👉 Bei Fragen rund um den Aufbau eines erfolgreichen Corporate Influencer Programms schreiben Sie uns gerne per Kontaktformular oder Email: contact@inspired-socialmedia.com